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Freunde sollen mit Waffen
 und Gewändern sich erfreun,
 Den schönsten, die sie besitzen:

Gab und Gegengabe
 begründet Freundschaft,
 Wenn sonst nichts entgegen steht.

(aus dem Hávamál)




Cognatio ferox teutoburgiensies
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Baldur's Tod und die Rache an Loki

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Baldur, Sohn des Odin und der Frigga, galt als edelster und schönster unter den Göttern. Er war der Gott des Lichtes, des Frühlings, des Guten und des Gerechten und war Liebling aller Asen.

Es kam die Zeit, da Frigga träumte, dass ihr Lieblngssohn Baldur von der Todesgöttin Hel enführte wurde. Baldur selbst träumte ebenfalls davon, dass sein Leben in Gefahr sei. Odin, sein Vater, beschwor daraufhin Wala aus ihrem Grab, um von der alten Seherin der Hel Gewissheit zu erlangen. Er fragte, wer in naher Zukunft in Hel's Reich erwartet wird und erhielt die Antwort, dass man seinen Sohn Baldur erwarte, welcher von seinem blinden Bruder Hödur getötet werden wird.

Die besorgten Asen hielten lange Rat und entschieden, dass alle Geschöpfe der Erde und des Himmel einen Eid schwören sollten, Baldur niemals etwas anzutun. Riesen, Elben und Menschen, Tiere und Pfanzen, selbst Wasser und Feuer legten bei Frigga diesen Eid ab.
Fortan verfehlte jede Waffe, die gegen Baldur gerichtet wurde, ihr Ziel. Unter den Asen wurde es zum Spiel Geschosse gegen Balder zu schleudern, da alle diese ihn verfehlten.

Der verschlagene Loki hatte ebenfalls am Rat der Götter teilgenommen und erfuhr anschließend, als Bettlerin verkleidet, von Frigga ein Geheimnis. Eine Mistel, die auf einer Eiche von den Toren Walhallas wuchs hatte Frigga nich schwören lassen. Die Mistel wirkte so schwach und unbedeutend, dass Frigga in ihr keine Gefahr sah.

Sofort suchte Loki in seiner wahren Gestalt diese Eiche, schnitt einen Mistelzweig ab und kehrte in den Kreis der Götter zurück. Höldur, der blinde Bruder Baldurs, sahs untätig herum und bedauerte, dass er bei dem Treiben um Baldur nicht teilhaben konnte, da er des Augenlichts beraubt wurde.Loki bot Höldur an für ihn zu zielen, wenn dieser den Bogen spannen würde und so wurde Baldur tödlich getroffen und sein sank leblos zu Boden - die Weissagung hatte sich erfüllt.

Nur Odin's Worte schützten Hödur vor dem Zorn der Götter, der lediglich das vorbestimmte Schiksal Baldurs vollzogen habe. Nie zuvor herrschte soviel Trauer in Asgard und Odin wies die Götter an den Leichnam Baldurs zu bestatten.
Am Strand des Meeres wurde auf dem Schiff Baldurs ein Scheiterhaufen errichtet, auf dem er gebettet wurde. Sein Ehewaib Nanna wurde an seiner Seite gebettet, da ihr bei dem Anblick das Herz gebrochen ward.
Thor entzündete der riesigen Scheiterhaufen und schieß Lit, einen Zwerg, mit dem Fuß in die Flammen, so das dieser verbrannte.

Die Riesen schoben das prächtige Schiff in die Fluten und mit dem stärker aufkommenden Wind nahm es schnell Fahrt auf und das Feuer griff um sich. Baldur's Schiff glich auf seiner letzten Fahrt einem riesigen Oferfeuer bevor die Fluten das Gefährt verschlangen. Für die Asen schien es, als ob ihre Welt in Dunkelheit versank.

Durch die große Trauen und das Bitten Friggas, Baldur's Mutter, fasste Hermodur, der Götterbote und Bruder Baldurs, den Entschluß Hel, die Göttin der Toten, aufzusuchen und seinen Bruder zu befreien. Odin gab ihm Sleipnir, sein achtbeiniges Pferd, welches den Weg in die Unterwelt kannte.

Neun Nächte ritt Hermodur bis er das Totenreich erreichte und er war mutig genug es zu betreten und erblickte seinen geliebten, bleichen Bruder, an der Seite Nannas, und flüsterte ihm tröstenden Worte zu. Vergeblich redete er auf die dunkle Hel ein, dass sie sich erbarmen solle, aber sie lies sich nicht erweichen. Trotzdem wolle sie Baldur die Freiheit geben, wenn alle lebenden und toten Geschöpfe dieser Welt in beweinen würden. Würde allerdings auch nur ein Geschöpf keine Tränen vergießen, solle Baldur für alle Ewigkeit im Totenreich verweilen.

Hermodur ritt zurück nach Walhalla, berichtete den Göttern davon und überreichte Odin und Frigga Geschenke, die er von Baldur und Nanna erhalten hatte.
Frigga sandte sofort ihre Boten, die Alben, aus, um alle Geschöpfe um ihr Mitleid und ihre Tränen zu bitten. Alle Wesen, selbst die Steine, weinten um Baldur, bis auf eine Ausnahme. In einer dunklen Höhle fanden die Alben die grimmige Riesin Thögg, die sich nicht erbarmen lies und keine Träne für Baldur vergießen wollte.
So war Baldurs Schicksal besiegelt und er blieb für alle Zeiten in Hel's Totenreich.

Aufgebracht von dieser Nachricht glaubten die Asen, dass Loki hier sein düsteres Vorhaben fortsetzte und sie suchten ihn. Sie fanden Hinweise auf ihn in einem Versteck in Riesenheim, wo er sich bei der Ankunft der Götter in einen Lachs verwandelte und sich unter einem nahegelegenem Wasserfall verbarg.
Kurz zuvor hatte er ein bis dahin unbekanntes Netz geknüpft, um zu sehen was man damit in den Fluten fangen kann und dieses vor seiner Flucht ins Feuer geworfen um es wieder zu zerstören. Die Asen erkannten die Form des Netzes und wussten nun wie sie Loki fangen könnten - so wurde seine eigene Erfindung zu seinen größtem Verhängnis.

So grausam wie das Verbrauchen Loki's war auch die Rache, welche die Asen an ihm ausübten. Er wurde an einem zerklüfteten Felsen, vor einer Insel im Totenreich bewegungslos in Ketten gelegt. Über seinem Kopf wurde eine Natter plaziert, die unuterbrochen ihr Gift auf Loki träufeln lies. Sigyn, Loki's Frau, die Tag un Nacht neben ihrem Gatten verweilte, teilte das Schiksal ihres Mannes und fing das Nattergift in einer Schale auf. Wenn dies Schale nach einer Weile geleert werden musste, wand sich Loki vom stechenden Schmerz gepeinigt, so dass Midgard, die Welt der Menschen, erzitterte. Zu solchen Zeiten der Erdbeben heulte auch der Fenriswolf und die Midgardschlange regte sich in der Meerestiefe, dann stürmten die Fluten und überstiegen auch den Wall um Midgard, den die Götter zum Schutz gegen das Meer errichtet haben.
 



Baldur's Tod und die Rache an Loki - Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 20. Dezember 2011 um 12:10 Uhr