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Ein Jahr nach unserer ersten, aktiven Teilnahme an einem Heerlager "schlugen" wir wieder in Telgte beim MPS auf und genau wie im Vorjahr hatten sich die Behörden mal wieder einige Schikanen überlegt.
In diesem Jahr mussten die Wege auf der Veranstaltung in Telgte erstmalig eine Mindestbreite von 10m vorweisen. Aus diesem Grund musste der geplante Aufbau der einzelnen Heerlager, im Vergleich zum Vorjahr, komplett umgestaltet werden. Dies hatte zur Folge, dass viele Zelte direkt auf den asphaltierten Wegen aufgebaut werden mussten. Für uns bedeutete dies, dass wir auf der Hälfte des Areals keine Möglichkeiten hatten unsere Zelte aufzubauen und die somit die Platzwahl recht beschränkt war - letzendlich haben wir direkt vor dem Turnierplatz gelagert. Erstmalig mussten in diesem Jahr auch Brandschutzbeauftragte aus den Heerlagerreihen bestimmt werden, zusätzliche Flutlichbeleuchtung installiert werden, Fluchwegmarkierungen angebracht werden, ... All diese Anforderungen wurden dieses Jahr vom Kreis Warendorf auferlegt und auch vor dem Veranstaltungstermin kontrolliert. Ja, die Wegbreiten wurden tatsächlich von einem riesigen Tross Kreisbeauftragter mit dem Maßband nachgemessen. Selbst verschiedene Fahrzeuge der Feuerwehr sind über das ganze Gelände "Probegefahren". In den vergangenen Jahren wurden solche Aktionen meines Wissens noch nie durchgeführt. Der Veranstalter betonte noch, dass dies ausdrücklich Vorgaben des Kreises waren und nicht der Stadt Telgte, mit der man sich sehr gut verständigen kann.
Der Wettergott, welcher auch immer, war uns dieses mal nicht so gut gesonnen. Wir konnten zwar trocken aufbauen und einigermaßen trocken Abbauen, aber von Samstag abend bis Sonntag nachmittag hat es immer wieder geschüttet. Unsere Zelte hielten, bis auf vereinzelte Tropfen, dicht, anders als das Sonnensegel. Wie schon vorher bildeten sich einzelnen Pfützen, die mit ihrem Gewicht den Stoff der Plane noch mehr dehnten. Wir haben dann die Eckstangen wesentlich schräger gestellt, sodass das Gefälle der Plane etwas steiler wurde und der regen größtenteils auflief. Hier müssen wir auf alle Fälle noch nachbessern.
Am Samstag abend waren es dann soweit, das Waibsvolk unternahm einen letzen Versuch Svenja "an den Mann zu bringen", bevor sie im September unter die Haube kommt - natürlich gegen Bares! Trotz großer Überredungskunst und viel Feilschen haben unsere Frauen es aber trotzdem nicht geschafft ihr Vorhaben in die Tat umzusetzen, so bleibt uns Svenja wohl noch erhalten.
Durch den geänderten Aufbau dieser Veranstaltung war die permanente Dauerbeschallung in unserem Lager in diesem Jahr nicht so laut, da wir überwiegend nur die schottisch geprägte Musik, u.a. von Soar Patrol, der nahe gelegenen Bühne hörten. Bei Veranstaltungen auf dem Turnierplatz wurde es dann meist wieder lauter, aber nur für begrenzte Zeit. Bei der Falknervorführung, die mehrfach am Tag stattfand, hatte wir einen guten Überblick. Am Samstag flog der Ger-Falke Alaska sogar direkt über unseren Tischen, unter unserem Sonnensegel hindurch.
Alles in allem ein tolles, wenn auch recht feuchtes Wochenende.
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