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 sind immer nah,
 ist der Weg zu ihnen noch so weit.

(aus dem Hávamál)




Cognatio ferox teutoburgiensies
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Wikinger-Zelt, Typ Oseberg/Gokstad

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Geplant war ursprünglich der Bau von Zelten nach Gokstad- bzw. Oseberg-Vorlage, bei uns mit einer Breite von 3,20m bis 3,50m und einer Länge von 4,00m. Die Länge des Zeltes ist eigentlich durch die Breite der Stoffbahnen begrenzt, da diese meistens eine Breite von 1,60m betragen (abzüglich Naht, Saum, ...).

Wikingerzelt nach Typ Oseberg/Gokstad-FundNach langen Überlegungen baute ich meine Zelt jetzt mit 3,20m Breite und einer "Schrägen-Länge" von 2,70m, bei einer Länge von 4,00m - ausschlaggebend war die Stoffwahl.
An verschiedenen Stellen im Netz kann man vorgefertigte Zelt-/Lagerplanen unterschiedlicher Größe erwerben. Die Längen und Breiten sind (fast immer) auf volle Meter-Zahlen fest gelegt. Für mein Zelt werde ich eine Plane von der Größe 4m x 6m nutzen. Somit wäre das "Dach" schon fertig genäht, mit eine Länge von 4,00m und den Schrägen von 2 x 2,70m. An den Längs-Seiten hab' ich somit noch knapp 30cm Überstand um Schlaufen zu befestigen, abzudichten.
Für Front- und Rückseite wurden noch mal zwei weitere Planen in der Größe 2m x 3m bestellen. Diese werden jeweils diagonal getrennt, so dass die Türen für vorne und hinten entstehen. Hier sollte man für die Breite der Türen eine sehr großzügige Zugabe geben, damit beide Türen anschließend auch ordentlich überlappen und somit wind- und wetterdicht abschließen!

Wikingerzelt nach Typ Oseberg/Gokstad-FundMan muss dann lediglich die Türen an den Schrägen befestigen, somit wären alle Näharbeiten (ausser Schlaufen,...) erledigt.

Danach Gestänge aufbauen, Zeltplane drüber - fertig ist das eigene Wiki-Zelt!

... bis zum nächsten Regen, denn dann kam die große Überraschung!
Die Plane ist um fast 10% eingelaufen, und das obwohl wir keinen "Roh-Stoff", sondern fertig genähte Lagerplanen genutzt haben!!! Wir haben den Anbieter, mit dem wir bislang recht gut klar gekommen sind, auch angeschrieben um die Info in seiner Artikelbeschreibung aufzunehmen - bislang leider ohne Erfolg!
Somit passte aber das Gestänge nicht mehr so recht zur Plane. Diese war in der Länge um 35cm zu kurz, bei den Türen fehlte im unteren Bereich auch über 30cm um diese verschließen zu können.

Also wieder das Handwerkszeugs augepackt, die Längslatten um 35cm gekürzt, rund geschliffen, neue Schlitze rein - somit passte die Länge schon mal wieder.
Danach wurden das untere Front- und Rückbrett ebenfalls gekürzt, sodass auch die Türen wieder passten.

Letztendlich hat mein Zelt jetzt eine Länge von 3,65m,  Breite von 2,90m bei eine Firsthöhe von über 2,20m.



Die Originalfunde sind im Wikingerschiffmuseum in Oslo ausgestellt.
Im Gegensatz zu unseren Zelten waren die Firststangen in bezug zu den unteren Längsstangen kürzer gearbeitet, sodass Vorden- und Hintereingang der Zelte nach innen geneigt waren. Die unteren Längsstangen waren beim größeren (kleinem) Zelt 5,7m (5,6m-5,7m), die Firststange 5,25m (5,05m) lang. Die schrägen Frontbetter waren 4,7m - 4,8m (4,1m) lang, während das untere Windbrett 4,8m (4,5m) misst.
Die Front- und Rückbretter waren meist 18cm, vereinzelt auch nur 11cm breit, bei einer Stärke von meist 3cm.



Wikinger-Zelt, Typ Oseberg/Gokstad - Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 04. Januar 2012 um 20:05 Uhr