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Visby-Laterne oder auch Rohhaut-Lampe

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Um bei windigem Wetter nicht im Dunkeln sitzen zu müssen, haben wir für unsere Sippe ein paar Visby-Laternen, besser gesagt Rohhaut-Laternen, hergestellt.

Rohlinge für die Visby-Laterne, zuerest werden die Äste in der später oberen Platte befestigt - links die spätere BodenplatteAls erstes soll erwähnt werden, dass es für diese Art von Lampen keine eindeutigen Funde gibt. Angeblich wurden solche Laternen bei Ausgrabungen in Visby gefunden (daher der Name), bislang haben wird dafür aber noch keinen Beleg gefunden!
Wir haben uns aber trotzdem zu Bau diesen Lampentyps entschieden, da die stilechte Beleuchtung in Form von Talglichtern bei windigem Wetter gänzlich versagt - sprich schlicht und ergreifend permanent ausgeblasen wird.

Für die Bodenplatte nutzen wir Bretter in knapp 2cm Stärke, bei uns waren es z.b. die ca. 16cm breiten Reste des Zeltgetänges.
Je nach gewünschter Größe werden zwei gleichgroße Kreise, Fünf- oder Sechsecke ausgeschnitten, jeweils als Boden und oberer Rand. In die Platte für den oberen Bereich wird mittig ein großes Loch gesägt, sodass ein ca. 2cm breiten Ring übrig bleibt. Durch die Öffnung wird später die Kerze eingesetzt und dient auch als Öffnung für die Zu- und Abluft.

Nun werden beide Platten aufeinander gelegt und ca. 1cm vom Rand mit mehreren Löchern (meist fünf oder sechs) durchbohrt. Diese Löchen sollten so bemessen sein, dass anschließend passenden Äste, die auf die gewünschte Höhe gekürzt wurden,  in ihnen verleimt werden können. Zuerst wird die Bodenplatte mit diesen Hölzern verbunden, danach der obere Ring.
Man kann hier auch verschiedene Materialien nutzen, wie z.B. dünne Baumabschnitte  als Bodenplatte oder passenden Rundhölzer anstatt Äste.

Bei unseren Lampen nutzten wir keine Rohaut zur Bespannung, sondern Schweineblasen. Da diese nicht aufgetrennt sind, haben sie den Vorteil, dass man sie nicht nähen muss, sondern als kompletten Schlauch über das Lampengestell ziehen kann. Hierbei ist es sehr wichtig die Schweineblasen ausreichend zu wässern und vorsichte aufzuziehen, damit diese nicht reißen.

Je nach Verwendung wird noch ein Bügel zum Aufhängen angebracht und eine passende Kerze platziert - schon hat man auch bei windigem Wetter ausreichend Licht.



Visby-Laterne oder auch Rohhaut-Lampe - Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 14. August 2011 um 20:53 Uhr