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Hnefatafl oder auch König-Zabel

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Spielbretter als auch Spielfiguren des Hnefatafl gibt es aus verschiedenen Funden aus dem skandinavischen Raum, die Spielregeln dieses Brettspiels sind allerdings nicht eindeutig überliefert.

Spielzüge beim HnefataflDas Wort Hnefatafl soll aus den Worten hnefa für Faust und dem germanischen Bergriff tafl (Tafel) für Brett stammen.

Es existieren verschieden Größen des Spielfeldes, die allerdings alle quadratisch, symetrisch aufgebaut sind. Heute wird oft auf Spielbrettern mit 13 x 13 Feldern gespielt, der Größe des Hnefatafl-Spielfeldes aus dem Gokstad-Fund des 9. Jahrhunderts.
Die Aufteilung der Spielfiguren (Zabelmänner) erfolgt nicht gleichmäßig. Der König wird in der Mitte des Spielfelder auf seinen Thron positioniert, umgeben von seinen Wachen. An den Längstseiten warten die Angreifer, in doppelter Anzahl der Wachen, um den König gefangen zu nehmen.
Ziel des Königs ist es aus der Mitte zu einer der vier Burgen in den Spielfeldecken zu gelangen. Die Angreifer versuchen indes den König zu schlagen, in dem er von vier Angreifern eingekesselt wird.

Da die Spielregeln leider nicht überliefert wurden, hat man diese aus ähnlichen Spielen, die noch im skandinavischen Raum gespielt werden/wurden, wie folgt abgeleitet.

  • Die Spielfiguren dürfen dürfen sich nur senkrecht und waagerecht bewegen, dies aber über beliebig viele, freie Felder.
  • Nur der König darf seine vier Eck- und den Thron betreten, für andere Figuren sind diese tabu.
  • Es besteht Zugzwang, aber kein Zwang zum Schlagen.
  • Eine Figur wird geschlagen, wenn sie von Gegner an zwei Seiten eingekesselt wird, d.h. sich auf drei aufeinanderfolgenden Feldern zwischen zwei feindlichen Figuren befindet.
    Es wird auch eine Variante gespielt, bei der die Figur zwischen vier feinden eingekesselt werden muss.
  • Zieht man die eigene Figur zwischen zwei Gegner, gilt diese nicht als geschlagen.
  • Die vier Eck-Burgen zählen wie ein gegnerischer Spieler, hier genügt also eine Figur, um den Gegner zu schlagen.
  • Der König wird gefangen genommen, wenn er von gegnerischen Spielern umringt ist und somit keinen weiteren Zug ausführen kann. Die Eckburgen gelten hierbei als Angreifer, so das der König am Spielfeldrand oder nahe einer Eckburg schon mit drei bzw. nur zwei Angreifern festgesetzt werden kann.

Hnefatafl-Spielbrett aus Holz, Spiel-Figuren aus Glas-Nuggets

Es gibt noch einige weitere Sonderregeln nach denen teilweise gespielt wird, diese werden ggf. noch später vorgestellt.

 

Bei unserem ersten Hnefatafl wurde das Spielfeld ganz einfach auf ein passendes Stück Pappe gezeichnet, als Figuren dienten einfache, flache Glasperlen.
Das hier gezeigte Spielfeld wurde aus einem 40cm x 40cm großen Leimholzbrett hergestellt. Das Spielfeld selbst wurde gebranded, d.h. mit einem im Lagerfeuer erhitzten Eisendraht ins Holz gebrannt. Anschließend wurde das Holz mit normalem Speiseöl eingefettet um es gegen Feuchtigkeit zu schützen.
Geplant ist eventuell noch ein Spielfeld aus Leder, welches gleichzeitig als Beutel für die Spielsteine dient.



Hnefatafl oder auch König-Zabel - Zuletzt aktualisiert am Montag, den 31. Januar 2011 um 07:03 Uhr